ETH als Werbekleber der Microsoft?

Hm… gestern hatte ich schon schön gestaunt, als das Hauptgebäude der ETH mit dem Windows Vista signet vollgekleis.. beschienen wurde. Wissenschaft und Wirtschaft, Zusammenarbeit um Forschung weiterzubringen und Neues zu entwickeln, solange die Wissenschaft und Forschung nicht zum Eigeninteresse der Wirtschaft misbraucht wird, ja. Aber wird nicht eine Grenze überschritten und der Hochschulstandplatz Zürich ins Lächerliche gezogen, wenn Hochschulgebäude als Werbeplattformen missbraucht werden?
Diese Aktion stand anscheinend im Zusammenhang mit einer ETH Veranstaltung: When culture meets technology and when technology meets culture mit Anne Kirah, Senior Design Anthropologist, Microsoft statt (via daniel

Wie auch immer nun das neue Betriebssystem geartet ist, ob es nun besser ist, eine Kopie von OSX, oder eben nicht ist, wie David Pogue von der New York Times schmunzelnd aufzeigt, sei nun dahingestellt – amüsant ist dieser YouTube video auf jeden Fall -, oder was die Unix/Linux Welt mit dieser neuen Herausforderung anfängt, ob sämtliche Windows Vista Witze, wie „Was hat Windows Vista und ein U-Boot gemeinsam: Wenn man das erste Fenster öffnet gibt es Probleme“ etc., zu ihre Berechtigung haben, doch berechtigt die gesamte Macht, die hinter diesem Unternehmen steht, sich derart zu demonstrieren, zur Schau zu stellen und hat die ETH dies wirklich nötig?

Sind universitäre Institutionen nichts besseres mehr, als eine Spinoff Forschungseinheit von Grossunternehmen, die man beliebig als Werbeplattform, wie eines dieser Werbe-Shirts benutzen kann? Inwieweit sind Forschungsinstitutionen bereit, sich im Kampf um Drittmittel und Spitzenforschung – als Werbefläche zu verkaufen, um im globalen Universitätswettbewerb mitzuhalten?
Wie werden sich Universitäten in Zukunft weiterentwickeln? Wo ist ihr Platz?
Eine ähnliche Diskussion scheint auch für Harvard im Gange zu sein. In How open will Harvard by to Internet & Society (via Noi Media)

Ich bin überrascht, erstaunt und auch enttäuscht. Zusammenarbeit ja, doch finde ich diese Aktion schlichtweg respektlos, seitens Microsoft.

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Hochwasser im Graubünden

Die Heimreise von einer Exkursion in den Nationalpark, bot fast mehr an Geographie und Geomorphologie als die Exkursion selbst.

Rechts im Bild den Blick von der Eisenbahnbrücke auf das Dorf Susch, in welchem einige Keller unter Wasser waren, zudem kam es noch zu einem Hangrutsch (Siehe weitere Bilder).
Zum Luzerner Hochwasser gibt es eine interessante Bilderserie von Personal Babblishing und von Leumund eine aus Bern.

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Darf ich vorstellen…

..Louis Armstrong.
Diese Antwort fand sich in einer Übung, auf die Zusatzfrage hin, um wen es sich auf diesem Bild handeln könnte. Ich möchte nicht behaupten, dass mir diese Verwechslung im Eifer des Gefechts nicht passieren würde. So sei hier aufgeführt Louis Armstrong der Musiker und Neil Armstrong, der als erster auf dem Mond wandelte. Auf dem Bild war keiner der beiden Herren zu sehen, sondern Claude Nicollier (Quelle: Nasa).

Knoppix und Knoppix GIS

knoppixlogoWas ist ein Knoppix und was ist ein GIS-Knoppix?

KNOPPIX ist eine komplett von CD lauffähige Zusammenstellung von GNU/Linux-Software mit automatischer Hardwareerkennung und Unterstützung für viele Grafikkarten, Soundkarten, SCSI- und USB-Geräte und sonstige Peripherie. KNOPPIX kann als Linux-Demo, Schulungs-CD, Rescue-System oder als Plattform für kommerzielle Software-Produktdemos angepasst und eingesetzt werden. Es ist keinerlei Installation auf Festplatte notwendig. Auf der CD können durch transparente Dekompression bis zu 2 Gigabyte an lauffähiger Software installiert sein. (Quelle: Knoppix)

Über meine Knoppix CD bin ich schon oft ziemlich froh gewesen. Vorallem, wenn sich Windows nicht mehr starten liess und ich meine Daten noch sichern wollte. So konnte ich mit meiner Knoppix ohne Probleme auf meine Festplatte zugreifen und die Daten sichern.
Was ist nun ein GIS-Knoppix?

GIS-Knoppix ist eine bootfähige Linux-CD mit vorinstallierter Open-Source GIS Software. Neben einer umfangreichen Linux-Distribution ist unter anderem folgende GIS-Software enthalten: GRASS 6.0.0beta mit Spearfish Datensatz, UMN MapServer 4.4.1, PostgreSQL 7.4.6 / PostGIS, MySQL 4.1.9, QGis 0.6, TerraView 2.0, Jump 1.1.2, Thuban 1.0.0, MapLab 2.0.1, MapDesk 0.7, Interlis, GPSdrive, GPSMan, …(Quelle: GIS-knoppix)

Ich denke ich werde diese spezielle Knoppixversion mal genauer unter die Lupe nehmen.

cybergeography

An Atlas of Cyberspace Eine spannende Seite zur Geographie des Internets.
“This is an atlas of maps and graphic representations of the geographies of the new electronic territories of the Internet, the World-Wide Web and other emerging Cyberspaces.

These maps of Cyberspaces – cybermaps – help us visualise and comprehend the new digital landscapes beyond our computer screen, in the wires of the global communications networks and vast online information resources. The cybermaps, like maps of the real-world, help us navigate the new information landscapes, as well being objects of aesthetic interest. They have been created by ‚cyber-explorers‘ of many different disciplines, and from all corners of the world.”

metamorphe Uni

oder Theorie und Praxis

Und unabänderlich dreht sich das Rad der Zeit. Das Semester hat wieder begonnen, orientierungslose Erstsemestrige stehen in den Hauptverkehrsachsen und die schon länger Eingesessenen versuchen sich einen Weg durch die staunende Menge zu bahnen. Wer aber gedacht hat, dass dieser Semesterstart für die Alteingesessenen ein Heimspiel wäre, sieht wohl ein, dass sich gerade in diesem Semester Theorie und Praxis sich nicht gerade deckungsgleich verhalten. Theorie: Der Stundenplan mit den Vorlesungszeiten und vor allem wann diese auch beginnen, steht fest, von Überschnediungen ganz zu schweigen. Zudem sollten auch die Prüfungsbedingungen respektive Testatbedingungen klar sein. (Ja, das gibts noch Studierende, die ein Testat und keine Krediteinheiten benötigen.) Was irgendwie nicht so ganz der Praxis entspricht.
Eifriges durchsuchen aller universitären und damit verwandten Seiten und das Anlegen einer Linksammlung ist dringend vonnöten, den prinzipiell findet man die endlich gefundene wichtige Seite kein zweites Mal.

Durch die Umstellungen auf das Bolognamodell (Master-Bachelor), eine neue Online-Übungs-Oberfläche, Umbau und diversen anderen unscheinbaren Kleinigkeiten stehen die älteren Semester vor den nächsten Hürden. Den das Hin-und-Her-Rennen beginnt erst.
“Sie studieren noch nach dem alten Modell?”
“Ja”
“Unser Institut hat auf Bologna umgestellt.”
“Unseres auch”
“Sie müssen sich in dieses Modul einschreiben und am Ende des Semester eine Prüfung schreiben. Um die entsprechenden Krediteinheiten zu erhalten.”
“Nach dem alten Modell hat bisher nur eine Testatpflicht bestanden. Wir brauchen noch keine Krediteinheiten.”
“Unser Institut hat umgestellt.”

..
(Hier folgt ein hin und her laufen zwischen Studienberatung, Institut und weiteren Verantwortlichen)
..
So in etwa werden wohl in den nächsten Tage (und ziemlicher Sicherheit für den Rest des Studiums) einige Gespräche verlaufen. Es scheint nicht ganz so einfach zu sein zwei Systeme in einer Struktur nebeneinander laufen zulassen.

Zudem nehmen Vorlesungen an, ab zu die Eigenschaft an im Vorlesungsverzeichnis unterzugehen. :) Think positive.

milpa, conuco, roça..

Dass bei uns Brandrodungsflächen eine eher seltene Angelegenheit sein könnten, zeigt sich durchaus schon an der Länge der Wörter, welches dieses Wort umgangssprachlich in anderen Sprachen besitzt: milpa (Mitelamerika), conuco (Venezuela), roça (Brasilien) , chitéméné (Zambia), ladang (Malaysia), tavy (Madagaskar), raï (Indonesien), Kaingin (Phillipinien) Aus der anthropogenen Vegetationsdynamik

Tempel des weissen Drachen

Eine Grabung in der Ostchinesischen Provinz Shadong. Im letzten Herbst machte ein chinesisch-schweizerisches Grabungsteam seine ersten Funde. Der Tempel des weissen Drachen stammt aus dem 6.Jh. und die Provinz Shaddong war zu dieser Zeit eine Hochburg buddhistischer Bildhauerei. Nun startet eine weitere Delegation zur Grabungskampagne 2004. Zudem berichtet Lukas Nickel im Tages Anzeiger von seinen Erlebnissen im Grabungstagebuch (2ter Bund).
Website: http://www.archaeologie.info/drache/main.html