DRS1 über Weblogs und das Verhältnis zu den Medien

Gerade war auf DRS1: „Dossier Weblogs“, ein interessanter, differenzierter Beitrag zu Weblogs zu hören. Neben einer Darstellung, was Weblogs nun sind, ging es auch um das Verhältnis von Weblogs zu den Medien. Die Schlussfolgerung war, dass Weblogs eher als Ergänzung der Medienlandschauft zu sehen sind, den als Konkurrenz, da sie, da jeder sein eigener Redaktor sein kann, nicht über die gleiche Glaubwürdigkeit verfügen, wie traditionelle, verankerte Medien. (Es sei den in Ländern, in welchen es keine freien Medien gibt).

  • Weblogs – eine zunehmend wichtige Stimme im Medienkanon (via andare, Danke)
  • andare.ch: Blog Beitrag im Echo der Zeit (Radio DRS)
    andare.ch: Betrachtungen zum Echo Blog Beitrag
  • infami: Abt. Was sind eigentlich…?
  • blog.ch: Weblogs – eine zunehmend wichtige Stimme im Medienkanon
  • 17 thoughts on “DRS1 über Weblogs und das Verhältnis zu den Medien

    1. Super Danke dir. 🙂
      Allgemein fällt mir auf, dass wenn Medien in letzter Zeit über Blogs schreiben, dann ist die Sicht der Medien stark wahrnehmbar. In letzter Zeit geht die Perspektive der Medien von Blogs als vermeintliche Tagebücher über zum neuen Medium für, über, gegen Medien. Viel öfter wird berichtet wie Medien mit den Blogs umgehen, diese benutzen und weniger über Weblogs ohne diesen Link zu den Medien. (Was den Medien eigentlich nicht verübelbar ist. 😉 )
      übrigens gute Zusammenfassung in deinem Beitrag.

    2. infamy hat auch schon drüber geschrieben. Und ich Hinterwäldler muss erst noch einen RealPlayer herunterladen, damit ich den Beitrag überhaupt hören kann…

    3. Der Hinterwäldler hat gestern seinen Computer zum Absturz gebracht, aber heute morgen hab‘ ich den Beitrag dann doch noch gehört. Mein Kommentar ist hier. Zusammenfassung: Ich bin nicht gerade beeindruckt, das haben die Journis schon viel besser hingekriegt.

    4. Auch wenn der Beitrag aus der Sicht der Medien die Weblogs darstellt, so ist wenigstens diese einseitige Reduzierung auf das subjektiv Persönliche dieses mal nicht vorhanden. Du hast Recht mit deiner Aussage, dass Blogs nicht den Anspruch haben Journalismus zu betreiben. Etwas das aus Sicht der Medien noch nicht in dieser Weise wahrgenommen wird.
      Was mir noch aufgefallen ist: Auch wenn es in diesem Beitrag unter anderem um die Glaubwürdigkeit von Bloggern geht, so wird doch das ‚Gewicht‘ von Weblogs viel stärker eingestuft als in anderen Beiträgen.

    5. Also einige Blogs haben schon den Anspruch, Journalismus zu betreiben; das sind u.a. einige derjenigen Blogs, die von Journalisten betrieben werden. Mir geht es eher darum, dass nicht alle Blogs das tun, oder tun wollen.

      Zum Gewicht der Blogs: Ja, das stimmt, ihre Bedeutung wird höher eingestuft als in anderen Berichten. Aber sie werden vor allem als Bedrohung empfunden und deshalb gleich abgewertet. Den Feind

      Die Argumentationsweise des Berichts entspricht natürlich der sattsam bekannten straw man fallacy:

      a) Er behauptet, alle Blogger betrachten sich als Journalisten
      b) Er legt deshalb journalistische Massstäbe an und stellt dann fest, dass die ausgewählten Beispiele diesen Massstäben nicht genügen.

      Dass a) gar nicht zutrifft und bei b) bewusst schlechte Beispiele ausgewählt wurden (biased sample fallacy), erfährt das Publikum nicht. Das ist es wohl, was mich daran eigentlich ärgert: Der Bericht ist unfair, manipulativ, und informiert nicht über die Realität.

      Das hat David in seinen Betrachtungen zum Echo Blog Beitrag übrigens noch ausführlicher festgehalten.

    6. Das ist irgendein bug, der mit dem Link-setzen in den Kommentaren verbunden ist. WP added automatisch die Links, die im Kommentar vorkommen am Anfang des Kommentars, ziemlich lästig. Da ich schon mindestens 20 dieser auto-links gelöscht habe.

    7. Vielleicht liegts auch am gravatar, ansonsten bin ich mit WP1.5 ziemlich zufrieden. 😉 Hab gerade das Spamkarma eingebaut mal schauen, wie sich das bewährt.

    8. Arrgh, Spam Karma! Das frisst fast jeden meiner Kommentare, ganz egal in welchem Blog und was ich schreibe! Keine Ahnung warum :-(.

    9. Aber jetzt hat es ja nix geklaut. Ich hoffe es läuft auch richtig, den es sollte ja, laut deinem Kommentar eben diesen fressen. 😉
      Notfalls kann ich ja wieder das hässliche authimage plugin einschalten.

    10. Wenn es meine Kommentare nicht frisst, dann hast Du es vermutlich falsch eingestellt :-).

      Kleiner Scherz! SpamKarma ist sicher gut, nur richtig einstellen muss man es können – was Du offenbar hingekriegt hast! authimage find ich auch nicht ideal; auf manchen Seiten werden Schriftarten verwendet, bei denen man die Zeichen kaum erkennen kann. Und bzgl. Zugänglichkeit ist ein Bild auch schlecht. Aber es gibt ja ohnehin keine ideale Lösung, um Spammer loszuwerden :-(.

    11. Naja, die teilweise vertretenen Meinungen in den „Blocks“ sind einfach nicht Medientauglich. Daher nur als Ergänzung zu betrachten. Andererseits gibt es auch viele bei denen der ein oder andere Ausschnitt, Artikel in Zeitungen übertrifft!

    12. „Naja, die teilweise vertretenen Meinungen in den “Blocks” sind einfach nicht Medientauglich. “ Klar, den Medien sollten meiner Meinung nach objektiv sein, was bei Blogs in keiner Weise der Fall sein muss. Sie werden weder redigiert noch sonst von einer zweiten Instanz korrigiert und haben folglich je nach Betreiber eine stark unterschiedlich gefärbte subjektive Sichtweise.
      So wie zum Beispiel eine Zeitung ein Ausrichtung hat, so haben auch Blogs eine. Die Fachblogs, Trendblogs, Politikblogs, persönliche Blogs, Werbeblogs… Ich schaue schliesslich auch nicht in den Blick und erwarte einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur Zellmitose (no offense ;)).
      Medientauglich ist eigentlich alles was irgendwie als Botschaft über ein Medium an einen Empfänger gelangen kann.
      Medientauglich im Sinne von Recherchemöglichkeit und Ersthandinformation, unterliegt der Glaubwürdigkeit der Quelle. Blogs sind meiner Meinung nach weniger als Quelle oder Ersthandinformation, sondern stärker als Informationsfilter und -weiterverarbeiter zu betrachten. Womit sie aus journalistischer Sicht weniger medientauglich sind, da journalistische Quellen im optimalen Fall aus erster Hand sein sollten.
      Dennoch gibt es diverse Blogs vorallem unter den Fachblogs, die fundierte und mit Quellenangaben versehene Beiträge liefern, die manchen Zeitschriften den Rang ablaufen womit ich der zweiten Aussag im obigen Kommentar zustimme.

      Ps: „nicht medientauglich“ ist ziemlich provokativ…, wobei es mir persönlich völlig egal ist, ob mein Blog von den Medien für die Medien als medientauglich erachtet wird, schliesslich sind sie nicht mein Zielpublikum 😉
      Ps: bitte nicht „blocks“ schreiben, mir stehen da die Haare zu Berge.

    13. Nicht medientaugliche Meinungen? Was soll denn das nun wieder heissen? In den Medien wird doch so ungefähr jede Meinung verbreitet, die es nur gibt, von linksextrem bis rechtsextrem, quer durch alle philosophischen Richtungen.

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