“The Grid” ein neuer, alter Hype oder…

.. bin ich das nur?
Seit ich diesen Artikel über die Teilname von der ESA an DILIGENT gelesen gelesen habe, stolpere ich an allen Computer relevanten Ecken über “The Grid” oder “Grid Computing”. Einerseits kann ich eine gewisse Sensibilisierung nicht abstreiten, andererseits werd ich den Verdacht nicht los, dieses Wort habe sich bei diversen Computermagazinen auf die Titelseite geschlichen.
Hab ich etwas verpasst? “Grid Computing” ist die englische Version von “verteiltes Rechnen”, also ein paralleles Ausführen von Aufgaben auf vielen miteinander vernetzten Computern, mit dem Vorteil, dass dieses “Grid Computing” eine kostengünstigere Alternative zu Supercomputer darstellt.
Ein prominentes Beispiel hierfür ist das Projekt “SETI@home” (Search for ExtraTerrestrial Intelligence at home). Seit 1999 kann man ein kleines Programm auf dem eigenen Rechner installieren, welches jeweils einen kleinen Teil der Daten eines Radioteleskopes lädt, diese über einen Bildschirmschoner oder im Hintergrund bearbeitet, in dem es die ungenutzte Rechenleistung der Privatcomputer nutzt und die Ergebnisse zurücksendet.
Das SETI@home Projekt diente als Vorbild für weitere Projekte, in der Naturwissenschaft oder auch der Wirtschaft, zum Beispiel für Folding@home (berechnet die Faltung von Proteinen) oder Moneybee (erstellt Aktienkursprognosen)
Im Moment scheint dies die weitere Entwicklung im Computerbereich zu sein. Dezentral, kostengünstig und integriert in Netzwerken, die sich schneller entwickeln als die Rechenleistung der einzelnen Computer.

Ein weiteres Projekt für die wissenschaftliche Datenverarbeitung hat seinen Platz in Cern, die Entwicklung des “World Wide Grid”, welches vielleicht das “World Wide Web” in naher Zukunft ablösen wird.
Einen interessanten Artikel dazu war in der NZZ vom 7. Okt. 2004 zu finden.
Bits und Bytes im Teilchenzoo
(s.b.)
Eingangs behandlet dieser Artikel die Entwicklung und Pionierleistung von CERN in der Informatik, im Weiteren geht der Autor auf die Notwendikeit und die weitere Entwicklung in der wissenschaftlichen Datenverarbeitung ein.

Ein Projekt der EU, welches im März 2004 abgeschlossen wurde, ist das DataGrid Projekt.
“ DataGrid is a project funded by the European Union that aims to enable access to geographically distributed computing power and storage facilities belonging to different institutions. This will provide the necessary resources to process huge amounts of data coming from scientific experiments in three different disciplines:High Energy Physics, Biology and Earth Observation.”
Quelle: What is DataGrid?

Eine spannende Entwicklung, die sich da abzeichnet.

5 thoughts on ““The Grid” ein neuer, alter Hype oder…

  1. Ich denke mal, du nimmst es nur öfter wahr als vorher. “Grid Computing” gibt es schon lange und war hier und dort ein Thema.

  2. Das denke ich auch, dass ich das nun einfach bewusster wahrnehme. Doch hab ich das Gefühl das die Computerhefte nach der allgemeinen, “Wie bastle ich meine website?”, “77 Tricks um Windows flott zu kriegen”, “php und konsorten” Welle nun vermehrt über das “Grid Computing” berichten.

  3. Der Artikel von DerStandard.at ist ja interessant. Hype hin oder her, solange Fortschritte in der Entwicklung von Grid Computing vorgezeigt werden können und nicht nur leere Versprechungen darf es ruhig ein Hype bleiben. Das hält die Aufmerksamkeit hoch und lockt vielleicht sogar noch Investoren an 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.